… oder er ist es eben nicht! Manchmal ist man bei Fotografiere total auf einen Aspekt fixiert und merkt dann erst später, wenn man die Bilder in groß sieht, dass man andere völlig außer Acht gelassen hat. Ein besonders gefährlicher Punkt ist hier wohl der Hintergrund. Schnell passiert es, dass man sich darauf konzentriert, das Hauptmotiv bestmöglich zu fotografieren und wenn dann alles passt, drückt man schnell ab, damit einem das Bild nicht entgeht.
So ging es am Freitag auch mir. Ich war mit Leon verabredet, um einige Bilder von ihm beim Tischtennistraining zu machen. Als ich in die Halle kam, dachte ich mir schon “was für eine katastrophale Beleuchtung” und dementsprechend habe ich einen Großteil meiner Aufmerksamkeit darauf verwendet, den Vordergrund ordentlich zu belichten. Leider habe ich dabei aber oft vergessen, auch den Hintergrund in das Bild einzubeziehen.
Aber was ist am Hintergrund überhaupt so wichtig, dass ich diesen Artikel dazu schreibe? Nun, schauen wir uns doch mal die beiden Bilder von Freitag an.
Beim ersten Bild sieht man Leons hundertprozentige Konzentration auf den fliegenden Ball beim Aufschlag und durch den Schatten entsteht ein interessanter Effekt. In dieser Hinsicht bin ich mit dem Bild völlig zufrieden, aber trotdem würde ich es nicht als gelungenes Bild bezeichnen, da die Sprossenleiter, die Tür und die Kletterstangen das ganze Bild total unruhig wirken lassen.
Im zweiten Bild sieht man wieder Leons Konzentration auf den Ball, aber sie kommt hier viel besser zur Geltung. Die unterschiedlichen Farben an der Wand sind zwar noch nicht ganz optimal, aber es sind nur noch einige senkrechte Linien und nicht so ein Chaos wie im ersten Bild!
Mir hat dieses Shooting mal wieder klar vor Augen geführt, wie wichtig es ist, bereits vorm Fotografieren den Hintergrund zu berücksichtigen, damit die Bildwirkung stimmt.
Ich hoffe ich konnte mit dem Artikel auch euch dazu anregen, dem Hintergrund eurer Bilder mehr Beachtung zu schenken, um damit harmonischere Bilder zu machen.